Schüler Stimmen
zum Abitur + Gesellenbrief

Alissa Stalder
Wenn ich mal studiere, sollte ich auch wissen, wie es im Berufsalltag zugeht. Die Praxis hat mir schon sehr viel Spaß gemacht. Und jetzt laufe ich schon mit einem ganz anderen Blick durch die Zimmer bei uns zu Hause und gucke, wie dort gestrichen oder tapeziert wurde.

Florian Dünkel
Ich will jetzt schon etwas für meine berufliche Zukunft machen. Im Büro zu sitzen kann ich mir einfach nicht vorstellen, deswegen hab ich mich für die Ausbildung entschieden. Meine Eltern haben mich von Anfang an unterstützt.

Lorin Altenburger
Ich freu mich auf jeden Fall darauf, abgesehen vom frühen Aufstehen. Sonst guckt man ja auch, dass man einen Ferienjob bekommt, um zum Beispiel für den Führerschein zu sparen, da muss man dann auch früh aufstehen, daher komme ich damit ganz gut klar.

Matti Altenburger
Klar ist es eine Umstellung. Wir starten 6.30 Uhr am Lager. Das ist schon deutlich früher als normale Schule. Das ist schon härter, was mir aber auch gefällt, da ich nicht gerne herumsitze.

Yara Hirsch
Ich habe früher auch immer schon gerne meinem Vater geholfen. Mir macht es auch viel Spaß, Dinge zusammenzubauen und großflächig zu malen. Zudem habe ich so eine Perspektive nach dem Abitur, wo viele andere vielleicht noch nicht wissen was sie tun sollen.

Eltern Stimmen
zum Abitur + Gesellenbrief

Roland Altenburger
Zu Beginn waren manche Eltern skeptisch, es gab Diskussionen. Die Sorge war, dass man unseren Kindern neben „G8“ zu viel zumuten würde. Meine Frau und ich sehen das anders. Wir haben das Gefühl, dass die Schule zu verkopft ist und sich die Kinder außer im Sport gar nicht mehr bewegen. Händische Fertigkeiten kann man das ganze Leben lang brauchen, deswegen finde ich es gut, dass meine Jungs ihre Ausbildung bei Heinrich Schmid und nicht bei einem Industriekonzern machen. Dadurch, dass es ein Pilotprojekt ist, sind sicher manche Dinge noch etwas holprig. Aber Heinrich Schmid unterstützt die Schüler stark und man merkt, dass dieses Projekt dem Unternehmen sehr wichtig ist. Außerdem glauben wir, dass so eine Ausbildung, auch während der Schulzeit, das Gehirn ein bisschen freier zum Denken macht. Sie werden merken, dass Mathe plötzlich sinnvoll ist, wenn sie ein Aufmaß erstellen sollen.

Kristina Stalder
In unserer Familie haben alle vor dem Studium eine Berufsausbildung gemacht. Die kann nachher sehr nützlich sein. Das Programm war für meine Kinder ein harter Schnitt, dieser Sprung von Schule zur Baustelle. Trotzdem sind wir überzeugt, denn eine Ausbildung unterstützt die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein. Und es hilft ihnen, über den Tellerrand ‚Schule‘ hinauszublicken. Ich sehe es überhaupt nicht als problematisch, dass die Ausbildung während der Schulzeit ist. Denn Schule und Arbeit bedienen zwei völlig verschiedene Bereiche der Persönlichkeit. Ich glaube sogar, dass die Kinder so lernen, selbstständiger zu sein. Egal, welche Ausbildung man macht, es gibt immer bestimmte Schlüsselqualifikationen, die man auf diesem Weg erlernt. Das praktische Arbeiten ist eine gute Abwechslung zum Schulalltag. Und bereits nach den Einführungswochen merkten wir, dass die Schüler sehr gut im Unternehmen aufgehoben sind und es bereits jetzt ein starkes ‚Wir-Gefühl‘ gibt. Das bestätigt uns, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Ausbildung und Gymnasium:
Mit Kopf, Herz und Hand

Artikel im Onlineangebot der FAZ, 02.12.2016
Grundieren geht über Studieren (FAZ.net)


Abitur + Gesellenbrief
1 Jahr Duales Gymnasium – ein Zwischenfazit (PDF)